Unsere Gewandungen sind Einzelstücke und werden in Handarbeit von uns selbst angefertigt. Versandhausware findet sich bei uns definitiv nicht wieder, wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann. Wir verwenden Stoffe aus Wolle und grobem, ungefärbtem  Leinen. Genäht wird mit der Hand. Die Stickarbeiten entstehen nach belegbaren Mustern ebenfalls in Handarbeit. Dazugekauft  werden lediglich Ausrüstungsgegenstände aus Leder (Schuhe, Gürteltaschen) und Metall (Gürtelschließen, Riemenendstücke, Waffen, etc.). Die Darstellung wächst und entwickelt sich natürlich im Laufe der Zeit, so daß immer wieder neue Stücke entstehen und ältere Kleidungsstücke ausgemustert und ersetzt werden.

Rus-Soroshka, 11.-13. Jahrhundert:

Für die noch im Aufbau begriffene Kiewer-Rus -Darstellung wird eine Soroshka,eine Art Untergewand benötigt. Wir fertigen sie aus einem ungebleichten handgewebten Leinen.

Hier zunächst einmal der Schnitt:



Der Schnitt ist typisch für das russische Mittelalter. Er kann in abgewandelter
Form für alle möglichen Bekleidungsstücke wie z.B. eine Tunika, eine Rubashka,
ein Damenkleid, etc. verwendet werden.

Hier ist der Stoff nun bereits zugeschnitten:



Zusammengenäht wird die Soroshka mit der Hand. Das dauert bei unserem Arbeitstempo etwa 4 Tage.

Die fertige Soroshka: Sie wurde mit einer Sticknaht aus dunkler Wolle verziert. Geschlossen wird sie am Halsausschnitt mit 3 Bronzeknöpfen.

Hier ein anderes Modell einer Soroshka. Sie wurde ebenfalls aus ungebleichtem Bauernleinen mit der Hand genäht:

Ein Detail des Halsauschnittes:

Der Ärmelabschluß:

Hier eine Soroshka aus dünnem Wollstoff. Die Applikationen sind aus krappgefärbter Wolle:

Svita, 13. Jahrhundert:

Die Svita wurde mit der hand aus grünem Wollstoff genäht. Die Aufsätze und Riegel sind aus himbeerfarbenem Wolltuch. Die Svita liegt von den Schultern bis zur Hüfte am Körper an. Ab den Hüften wird sie durch die 4 eingesetzten Keile ausgestellt. Die Stickerei stellt das Motiv des Lebensbaumes dar.

Kaftan, 9. Jahrhundert:

Dieses (frei interpretierte) Kleidungsstück wurde aus resedagefärbterm Wollstoff handgenäht. Die Aufsätze sind aus karminfarbenem Wollstoff. Ragnar trägt die oben gezeigte Mütze mit der Spitze nach hinten.



Der Kaftan wird vorne mit 6 Bronzeknöpfen geschlossen. Die Riegel sind aus handgewebten Brettchenborten aus Wolle. Die Borte zeigt ein belegtes Birkamuster.

Ein Detail der Ärmelstickerei.

Das Motiv auf dem Rücken

Rus-Frauenkleid , 13. Jahrhundert:

Der obere Teil des mit Krapp gefärbten Wollkleides: Gut zu sehen ist der Aufbau des Schnittes. Der Rumpfteil des Kleides besteht aus 3 Teilen.

Die Stickerei im Detail: